Gedenkveranstaltung 2026 am Quellenwanderweg Q3

Am Samstag, dem 26. September 2026, findet um 17 Uhr beim Quellenwanderweg Q3 südlich von Bad St. Leonhard eine Gedenkveranstaltung für die Opfer der Hexenverfolgung im Lavanttal statt. Treffpunkt ist die Gedenktafel zwischen Auenweg und Steinbruchweg, nahe jener historischen Hinrichtungsstätte, an die heute das Monument „UEBERAINS WERDEN“ erinnert.

Ein Erinnerungsort am Quellenwanderweg Q3

Das von der Künstlerin Adina Camhy konzipierte Monument wurde im Herbst 2025 eröffnet. Initiiert wurde das Projekt von der Kulturinitiative Container 25. Ausgangspunkt ist der Hexenprozess von 1493, bei dem drei Frauen hingerichtet wurden. Der Prozess gilt als der erste im Raum des heutigen Österreich, bei dem der Vorwurf eines „Teufelspakts“ zu Hinrichtungen führte.

Mit dem Schriftzug „UEBERAINS WERDEN“ greift Adina Camhy Worte aus den historischen Prozessakten auf und deutet sie neu. Die großflächigen Buchstaben werden durch das Aussparen beim Mähen auf einer Wiese nahe der historischen Hinrichtungsstätte sichtbar. Mit Bewuchs, Mahd und Jahreszeit verändert sich das Monument – Erinnerungsarbeit wird damit zu einem Prozess, der in die Landschaft eingeschrieben ist.

Gedenkveranstaltung am 26. September

An der diesjährigen Veranstaltung wirken unter anderem die Künstlerin Adina Camhy, der Kulturwissenschaftler und Kulturarbeiter Daniel Gönitzer, die Autorin Katharina Pressl, die Künstlerin und Autorin Verena Walzl sowie Werner M. Thelian, Initiator der Quellenwanderwege, mit. Renate Formayer (Musikschule Bad St. Leonhard) wird die Veranstaltung mit der Querflöte musikalisch begleiten.

Verena Walzl liest einen eigens für diesen Anlass geschriebenen Text. Daniel Gönitzer und Katharina Pressl stellen das von ihnen herausgegebene Buch „Nullpunkte der Gewalt. Antisemitismus, Nationalsozialismus und Hexenverfolgung im Lavanttal“ vor. Werner M. Thelian berichtet über die Entstehung der Quellenwanderwege und ihren Bezug zu diesem historischen Ort. Adina Camhy erläutert die Hintergründe und die künstlerische Idee des Monuments „UEBERAINS WERDEN“.

Termin: Samstag, 26. September 2026, 17 Uhr
Ort: Quellenwanderweg Q3, bei der Gedenktafel zwischen Auenweg und Steinbruchweg, Bad St. Leonhard im Lavanttal

Ausführliche Informationen zur Gedenkveranstaltung, zum Monument und zu den historischen Hintergründen finden sich auf paracelsusregion.at.

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Adina Camhy studierte Architektur an der TU Graz und belegt aktuell den Master Crical Studies an der Akademie der bildenden Künste Wien. Ihre recherchebasierten multimedialen Arbeiten werden im öffentlichen Raum, in Schwimmbädern oder Kaffeehäusern ebenso gezeigt wie auf Filmfestivals, in Kinos und Ausstellungen im In- und Ausland. Camhy interessiert sich für die drängenden Fragen unserer Zeit, für Technologie, Geschichte und Erinnerung, für Peripherien und Blicke unter Oberflächen. Sie erhielt Stipendien, Förderungen und Preise, wie zuletzt das Arbeitsstipendium für Bildende Kunst der Stadt Graz (2025). Für die Umsetzung des Monuments für die Opfer der Hexenverfolgung im Lavanttal erhielt sie das Jahresstipendium des Landes Kärnten für spartenübergreifende Kunstformen (2023).

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